3G-Regeln in Bus und Bahn

Genesen, geimpft oder getestet: Wer mit Bus und Bahn unterwegs sein möchte, muss die 3G-Regeln beachten. Dies haben Bund und Länder aufgrund der stark steigenden Corona-Fallzahlen beschlossen. Damit gilt die sogenannte 3G-Regel für den öffentlichen Nahverkehr.

Für wen gilt die 3G-Regel?

Grundsätzlich gilt die 3G-Regel für alle Fahrgäste im ÖPNV. Ab sofort dürfen nur noch Menschen den ÖPNV nutzen, die entweder gegen Corona geimpft, von Covid19 genesen oder negativ auf das Virus getestet sind – und den entsprechenden Nachweis auf Verlangen vorweisen können. Weiterhin bestehen bleibt auch die Maskenpflicht im ÖPNV gemäß der Corona-Landesverordnung.

Ausnahmen gibt es allerdings für Schüler*innen, da diese für den Unterrichtsbesuch regelmäßig getestet werden. Sie müssen lediglich einen Schüler-Ausweis vorzeigen können. Auch Kinder unter sechs Jahren sind von der Regel ausgenommen.

Welche Folgen hat dies für mich, wenn ich geimpft oder genesen bin?

Geimpfte Personen verfügen in der Regel über den sogenannten digitalen Impfnachweis oder über das gelbe Impfbuch. Eine dort erfasste vollständige Covid-Impfung gilt als Nachweis. Darüber hinaus sind ärztliche Bescheinigungen einer Genesung möglich. Auch dies kann über den CovPass geschehen. Bei der Fahrt mit Bus und Bahn muss einer der Nachweise mitgeführt und bei einer Kontrolle vorgezeigt werden.

Welcher Corona-Testnachweis ist zu erbringen?

Wer nicht geimpft oder genesen ist (Nachweis erforderlich) muss auf Verlangen der Kontrolleure einen aktuellen und negativen Corona-Test vorlegen.

Dieser Schnelltest muss von einer zertifizierten Teststelle ausgeführt worden sein und darf nicht älter als 24 Stunden sein. Gültig sind ebenfalls PCR-Tests, die maximal 48 Stunden alt sind.

Undokumentierte Selbsttests, die in Drogeriemärkten oder im Einzelhandel erhältlich sind, sind nicht zulässig.

Ein solches Testzertifikat müssen laut Gesetz auch Personen vorzeigen, die sich aufgrund ihrer Vorerkrankungen nicht impfen lassen können.

Wo kann ich mich testen lassen?

Auf der Webseite der Stadt Freiburg findet ihr eine Übersicht der anerkannten Teststationen. https://www.freiburg.de/pb/1674107.html

Wie wird die 3G-Regel kontrolliert?

Gemäß dem Infektionsschutzgesetz sind die Beförderer, also die Verkehrsverbünde/-unternehmen verpflichtet, die Einhaltung der 3G-Regelung durch stichprobenhafte Kontrollen zu überwachen. Da es sich um ein Bundesgesetz handelt, können zudem auch Polizei und Ordnungsbehörden die 3G-Regel im ÖPNV kontrollieren.

Wir begrüßen sämtliche Maßnahmen, die für eine zusätzliche Sicherheit in unseren Bussen und Bahnen sorgen.

Unsere Fahrschein-Kontrolleurinnen und -Kontrolleure werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten die entsprechenden Nachweise überprüfen. Klar ist aber auch, dass dies nur stichprobenartig geschehen kann.

Anders als in Clubs, Restaurants oder bei größeren Veranstaltungen ist eine flächendeckende Kontrolle etwa beim Zustieg leider personell nicht zu organisieren. Wir stehen daher im Austausch mit den Polizeibehörden und Ordnungsämtern. Um effektive Kontrollen zu ermöglichen, sind wir auf Unterstützung angewiesen.

Was passiert mit Fahrgästen ohne Nachweis?

Personen, deren Verstoß gegen die 3G-Regel auffliegt, werden aus Bus und Bahn verwiesen. Es drohen Bußgelder von mindestens 200 Euro. Weitere Informationen hier.

Ist der ÖPNV ein Infektionstreiber?

Für ein Höchstmaß an Sicherheit möchten auch wir unseren Teil beitragen. Seit Beginn der Pandemie haben wir deshalb zahlreiche Maßnahmen unternommen und immer wieder angepasst:  Dazu zählen automatische Türöffnungen für einen Luftaustausch oder regelmäßige Desinfektionen unserer Bahnen. Unsere Klimaanlagen sind mit speziellen Filtern ausgestattet, die Aerosole – ein Trägermedium für Viren – zurückhalten.

Gleichzeitig sind zu Stoßzeiten alle uns zur Verfügung stehenden Fahrzeuge im Einsatz, um das Fahrgastaufkommen bestmöglich zu verteilen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in unseren Fahrzeugen liegt bei gerade einmal acht Minuten.

Zahlreiche unabhängig voneinander durchgeführte Studien belegen, dass die Ansteckungsgefahr in Bussen und Bahnen nicht höher ist als an anderen Orten, wenn man die gängigen Regeln befolgt.

Bei unseren Maßnahmen arbeiten wir eng mit der Stadt Freiburg zusammen, um die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts sowie weiterer Experten für den öffentlichen Nahverkehr umzusetzen.

Wir sind davon überzeugt, dass wir trotz der schwierigen Situation gut gerüstet sind.

10 Kommentare

  1. Heute geriet ich in eine Kontrolle. Ich hatte zwar einen abgelaufenen Fahrschein dabei, hinter ihm war der aktuelle. Dabei wurde ich nicht wegen COVID-19 kontrolliert. Ein Kollege der Kontrolleurin erklärte mir, dass das erst ab Mittwoch (24.11.2021) stattfindet. Ich bot ihm an, in mein Impfbuch zu schauen, doch er lehnte ab. Mal sehen, wie die G3-Regelung in den Bahnen und Bussen ankommt.

    • Magdalena Schneider

      Guten Morgen, die Regelung gilt ab heute, 24.11. Das war eine korrekte Aussage der Fahrscheinprüferin. Viele Grüße

  2. Warum werden gehbedinderte mit Ausweis nicht von der Regel befreit?

    Nicht immer ist ein Testzentrum in unmittelbarer Nähe

    MfG

  3. Die Welt ist ein IRRENHAUS…….

    Kündigung der Regiokarte kommt in den nächsten Tagen.
    Bin 2 mal geimpft aber jetzt reicht es !!

    • Das ist eine Entscheidung der Bundesregierung, und die VAG muss es umsetzen. Mit einer Kündigung bestrafen Sie somit den Falschen…

  4. Wird ein vom Arbeitgeber dokumentierter und unter Aufsicht durchgeführter Selbsttest akzepziert?

    Nichtgeimpfte müssen sich ohnehin täglich vor Arbeitbeginn unter Aufsicht vom Arbeitgeber testen und dies auch dokumentieren lassen.

    • Magdalena Schneider

      Hallo Latif, es werden zertifizierte Schnelltests akzeptiert. Wenn dein Arbeitgeber diese anbietet, gelten sie ebenfalls. Viele Grüße

  5. Hallo! In Freiburg haben ja alle Schüler mit Schülerregiokarte eine Stammkarte, die von der Schule abgestempelt wird. Reicht dies als Nachweis aus, dass man Schüler ist?

    • Magdalena Schneider

      Hallo Simone, das ist ausreichend. Wichtig ist, dass die Schülerinnen und Schüler einen Nachweis vorzeigen können. Viele Grüße

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