Fachkraft im Fahrbetrieb: Eine Ausbildung mit vielen Facetten

Wir haben unseren Auszubildenden Jean-Pascal Matschulla gebeten, von seiner Ausbildung als „Fachkraft im Fahrbetrieb“, die seit 2011 bei der Freiburger Verkehrs AG angeboten wird, zu erzählen. Er hat die Ausbildung vor ca. einem Jahr begonnen und macht gerade Station in der Marketingabteilung:

Die Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb

In meiner Ausbildung zur Fachkraft im Fahrbetrieb durchlaufe ich sämtliche Abteilungen in der Freiburger Verkehrs AG. Das reicht von der Buswerkstatt über das Kundenzentrum bis zu sämtlichen Abteilungen in der Verwaltung. Zudem erwirbt man den Busführerschein und den Straßenbahnführerschein. Familienbedingt habe ich schon seit meiner Kindheit mit der VAG zu tun und somit entwickelte ich schon als kleiner Junge Interesse am Bus- und Straßenbahnfahren. Daher war die „FIF-Ausbildung“ genau die richtige Entscheidung.

Durch steigende Fahrgastzahlen und altersbedingte Abgänge wird immer mehr Nachwuchs in diesem Bereich benötigt. Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. Der praktische Teil wird im Hause der VAG absolviert, der theoretische in der Gewerblichen Schule in Ehingen (liegt in der Nähe von Ulm). Während dieser Zeit ist man in einem Jugendwohnheim untergebracht, welches direkt neben der Schule liegt.

Die Voraussetzungen, um die Ausbildung starten zu können, sind ein guter Hauptschulabschluss oder die Mittlere Reife und ein Führerschein der Klasse B. Wichtig ist auch die gesundheitliche Eignung vor allem für den Erwerb von Bus- und Straßenbahnführerschein während der Ausbildung. Zudem werden Zuverlässigkeit, Belastbarkeit, Freundlichkeit und Freude am Umgang mit Menschen vorausgesetzt.

Seit Beginn meiner Ausbildung habe ich schon sehr viele Erfahrungen sammeln können. Die Zeit verging sehr schnell und ich kann jetzt schon sagen, dass die Ausbildung sehr umfangreich und abwechslungsreich ist. Man bekommt sehr viele Einblicke in die verschiedenen Bereiche des Unternehmens. Nach der Ausbildung hat man die sichere Übernahme im Fahrdienst, jedoch bieten sich in der Zukunft auch viele andere Möglichkeiten, dadurch dass man auch andere Unternehmensbereiche kennen gelernt hat.

Viele Abteilungen mit vielseitigen Aufgaben

Meine Ausbildung begann nach der Einführungswoche sofort mit der Werkstatt. Ich war sehr gespannt, was mich in diesen fünf Wochen erwarten wird. Die Zeit verbrachte ich in drei unterschiedlichen Bereichen, bei den Elektrikern, Mechanikern und im Reifenabteil.

Die erste Phase verbrachte ich bei den Mechanikern. Dort lernte ich einiges über die Bremsen und ihre Bestandteile kennen. Außerdem bekam ich den Schlagbohrer in die Hand gedrückt und lernte wie man Reifen vom Bus ab-/ und drauf montiert. In der Zwischenzeit durfte ich die Felgen mit dem Dampfstrahler abspritzen und einer Bürste putzen. Auch bei verschiedenen Öl-/ und Filterwechsel habe ich mitgeholfen. Da wurden die Hände auch mal komplett in Öl getränkt.

Danach ging es zu den Elektrikern. Hier wurde mir die Reihen-/ und Parallelschaltung und das Ohm’sche Gesetz näher gebracht. In dieser Zeit wechselte ich viele Filter, testete Türen und Beleuchtung an Bussen und hab mitgeholfen eine defekte Lichtmaschine auseinander und wieder zusammenzubauen.

Zwischendurch war ich immer mal wieder im Reifenabteil tätig. Die Tätigkeiten sind unter anderem Reifen auf ihre Profiltiefe zu messen, Reifen wechseln, Reifen auf dem Felgen drehen. Zudem alte Reifen ins Altreifenlager zu bringen und neue Reifen im Lager verstauen. Eine schöne Sache waren die Werkstattfahrten, da hatte man immer was zu sehen und bekam ein bisschen Abwechslung geboten.

Freude am Kundenkontakt

Ich selbst freue mich sehr auf das Fahren, sowohl das Bus- als auch das Straßenbahnfahren. Das liegt vor allem daran, dass ich während der Arbeit persönlichen Kontakt zu Menschen möchte, da meiner Meinung nach dabei die Zeit wie im Flug vergeht. Dies habe ich schon in verschiedenen Abteilungen festgestellt. Im Kundenzentrum pluspunkt war es der Kontakt mit der Kundschaft, denen ich verschiedene Auskünfte über Tarife und Fahrplanzeiten gegeben habe, während man es in der Diensteinteilung mit den Fahrern zu tun hatte. Sowohl persönlich im Büro als auch telefonisch.

Im EBE-Zentrum hatte man es wiederum auch mit der Kundschaft zu tun, jedoch nicht immer aus angenehmem Anlass. EBE bedeutet Erhöhtes Beförderungsentgelt, das heißt hierher kamen die Fahrgäste, um ihr EBE zu bezahlen, wenn sie bei einer Kontrolle keinen Fahrschein vorzeigen konnten. Hier gab es natürlich auch unangenehme Situationen, da ist es wichtig immer ruhig und sachlich zu bleiben und die richtigen Argumente zu finden. Notfalls konnte ich natürlich auch einen Kollegen hinzuziehen, gerade bei schwierigeren Fällen.

Ich freue mich auf die weitere Ausbildungszeit und auch auf viele weitere erfolgreiche Jahre bei der VAG.

Auch Interesse? Hier die aktuelle Ausschreibung der VAG als PDF – Bewerbung bis zum 31.12.2015 möglich:

Ausschreibung Fachkraft im Fahrbetrieb

Die Freiburger Verkehrs AG bietet außerdem noch folgende Ausbildungsberufe an:

  • Koch/Köchin
  • Industriemechaniker/in mit Fachrichtung Instandhaltung
  • Elektroniker/in für Betriebstechnik
  • Kraftfahrzeugmechatroniker/-in mit Schwerpunkt Nutzfahrzeuge
  • seit September 2015 Bauzeichner/in

Weitere Informationen zu den Ausbildungsberufen finden Sie auf unserer VAG Internetseite.

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