„Warum hält die Bahn denn jetzt an?“ – Das Begegnungsverbot

Vielleicht habt Ihr euch auch schon einmal gefragt, warum die Straßenbahn auf einmal anhält, obwohl doch die Strecke vor ihr (vermeintlich) frei ist?

Dafür gibt es eine einfache mögliche Erklärung: Das Begegnungsverbot! Dieses besteht an sehr vielen Stellen in unserem Streckennetz. Es ist entweder über ein Schild angeordnet, wie auf dem folgenden Foto an der Unterführung zwischen den Haltestellen Hauptfriedhof und Friedrich-Ebert-Platz auf unserer Linie 5. Platzbedingt mussten hier die Schienen so verlegt werden, dass zwei Bahnen nicht aneinander vorbeifahren dürfen, da sie sich durch das Ausschwenken im Bereich unter der Brücke berühren könnten.

Ein Begegnungsverbot ist aber auch ohne Schild möglich. Dies besteht an allen Stellen im Netz, an welchen zwei Fahrzeuge zusammenstoßen könnten, sofern eine Weiche falsch gestellt wäre. Auch wenn die Weiche zwar richtig steht, ist es zur Sicherheit vorgeschrieben, das entgegenkommende Fahrzeug vorbei fahren zu lassen, damit im Falle eines Weichendefektes jegliche Gefahr ausgeschlossen werden kann. Dies kann man im nächsten Foto, welches kurz vor der Haltestelle Hornusstraße aufgenommen wurde, gut erkennen.

Unsere Bahn soll geradeaus fahren, die Weiche steht richtig und das Signal zeigt Fahrt. Trotzdem bleibt sie stehen und muss das Fahrzeug der Linie 5 passieren lassen.  Neben solche Situationen sind auch Stellen mit Gleiswechsel von dem Begegnungsverbot betroffen, bei denen die Bahnen bei einer falschen Weichenstellung miteinander kollidieren könnten. So zum Beispiel zwischen den Haltestellen Hauptbahnhof und Stadttheater.

Dieser Blogbeitrag wurde von zwei unserer Azubis im Bereich “Fachkraft im Fahrbetrieb” verfasst, Marko Lazic und Patrice Thomas.

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