Das Liniennetz 2017

Im März 2017 steht ein weiterer, wichtiger Teil des Neubaus der Stadtbahn Rotteckring bevor und damit auch das Liniennetz 2017: Am Friedrichring im Bereich der bisherigen Haltestelle Siegesdenkmal finden umfangreiche Bauarbeiten statt, durch welche der Stadtbahnverkehr der Freiburger Verkehrs AG an dieser Stelle unterbrochen werden muss.

Diese Unterbrechung nutzen bnNETZE im Auftrag von der Stadtentwässerung in Freiburg im Breisgau (ESE) und Freiburger Verkehrs AG, um zwischen Bertoldsbrunnen und Friedrichring den nördlichen Bereich der Kaiser-Joseph-Straße zu sanieren.

Dabei erfolgt die Kanalerneuerung in einer Wanderbaustelle durch die bnNETZE im Auftrag von ESE. Danach erneuert die Freiburger Verkehrs AG die Gleise in einer Baustelle mit Fußgängerüberwegen.

Während der gesamten Bauarbeiten vom 6. März bis voraussichtlich Dezember 2017 können keine Straßenbahnen zwischen Bertoldsbrunnen und Siegesdenkmal fahren. Die Auswirkungen auf das Liniennetz erläutern wir hier.

Auf der Habsburgerstraße wird eine Ersatzhaltestelle „Siegesdenkmal“ für die Stadtbahn errichtet.

Die Stadtbahnlinie 2 wird von Günterstal kommend im 10-Minuten-Takt nur bis zum Bertoldsbrunnen verkehren und von dort aus als Stadtbahnlinie 4 Richtung Westen bis zur Haltestelle „Technische Fakultät“ fahren. Der Bereich zwischen der Ersatzhaltestelle „Siegesdenkmal“ und „Gundelfinger Straße“ wird von der Linie 4 im 7,5-Minuten-Takt bedient. Die Linie 2 entfällt in diesem Bereich.

Zwischen Bertoldsbrunnen und der Ersatzstraßenbahnhaltestelle „Siegesdenkmal“ ist es leider nicht möglich, einen Schienenersatzverkehr einzurichten. Daher muss dieser Weg zu Fuß zurückgelegt werden. Fahrgästen, die zum Hauptbahnhof fahren möchten, empfehlen wir die Nutzung der Linie 5 ab der Haltestelle „Hornusstraße“. Die Linie 27 fährt im Tagesverkehr im verdichteten 15-Minuten-Takt über Ersatzhaltestellen auf dem Leopoldring, wodurch eine Busverbindung zwischen Siegesdenkmal und Hauptbahnhof gegeben ist. Die Linie 14 fährt im Tagesverkehr im 15-Minuten-Takt über eine Ersatzhaltestelle in der Habsburgerstraße.  Die beiden Buslinien ermöglichen also abwechselnd eine Umsteigemöglichkeit von und zur Linie 4 sowie eine Verbindung zwischen „Siegesdenkmal“ und „Hauptbahnhof“ bzw. zwischen „Siegesdenkmal“ und „Eschholzstraße“.

Betriebsbedingt wird es erforderlich sein, dass die Linie 1 während der Anschlusszeiten von Landwasser kommend als erste Stadtbahn am Bertoldsbrunnen einfährt. Dies erfordert es, dass die Linie 1 am „Moosweiher“ in Landwasser zwei Minuten früher als bisher üblich abfährt. Dadurch ist es nicht mehr möglich, dass alle Fahrten der Linie 36 über die Haltestellen „Zum roten Stein“ und „An der Hohlgasse“ führen. An den beiden genannten Haltestellen in Freiburg-Hochdorf entsteht daher während der Anschlusszeiten ein Stundentakt, ab den Haltestellen „Benzhauser Straße“ und „Dorfplatz“ in Hochdorf besteht jedoch nach wie vor ein 30-Minuten Takt.

Weitere Änderungen im Jahresfahrplan 2017

Die seit Dezember 2015 angebotene zusätzliche Andienung des Linienabschnittes „Munzinger Straße“ – „Paduaallee“ in Freiburg-St. Georgen durch die Omnibuslinie 11 wird wegen zu geringer Nachfrage wieder eingestellt und wie in den Jahren zuvor ausschließlich durch die Omnibuslinie 24 angedient.

An Samstagen wird die Omnibuslinie 11 im Tagesverkehr vom bisherigen 20-Minuten-Takt auf einen 15-Minuten-Takt verstärkt, um die Anbindung von St. Georgen an diesem Wochentag zu verbessern.

Für Freiburg-Littenweiler ergibt sich eine organisatorische Änderung: Im Fahrplan 2016 wurde auf der Omnibuslinie 17 die Bezeichnung 17A ausgesetzt, um eine einheitliche Benennung der Buslinien ohne Buchstaben zu erhalten. Auf mehrfachen Wunsch wird mit dem Fahrplanwechsel der Rundkurs auf der Linie 17 wieder als 17A betitelt. Die Linienführung hingegen bleibt wie im Vorjahr und führt von der Laßbergstraße über die Pädagogische Hochschule zum Löwen, in umgekehrter Richtung vom Löwen über die Reinhold-Schneider-Straße zur Laßbergstraße.

Für Freiburg-Lehen wird jetzt eine zusätzliche Bedarfsfahrt zur Haltestelle „Lehen Ziegelei“ angeboten. Diese startet um 22.30 Uhr ab der „Paduaallee“ und ist um 22.34 Uhr an der Haltestelle „Lehen Ziegelei“. Gefahren wird jedoch nur bei tatsächlichem Bedarf, also dann, wenn sich zur Abfahrtszeit ein Fahrgast an der Haltestelle „Paduaallee“ befindet. Eine telefonische Bestellung ist nicht erforderlich.
Im Vergleich zum aktuellen Fahrplan wurden einige Abfahrtszeiten ab „Paduaallee“ um wenige Minuten verschoben, um die Verteilung der Fahrten zu verbessern. Die Anzahl der Fahrten insgesamt orientiert sich jedoch auch zukünftig an dem bisherigen Fahrtenbestand.

Auf der Linie 10 verkehrt die Fahrt um 22.12 Uhr ab der „Gundelfinger Straße“ über das Industriegebiet Nord zukünftig ausschließlich nach Vorbestellung, statt wie bisher als Linientaxi ohne Vorbestellung. Die Fahrten mit dem bisherigen Linientaxi wurden leider kaum genutzt, so dass nun ein Anruf zur Leitstelle erfolgen muss, damit die genannte Bedarfsfahrt stattfindet. Zur Vorbestellung der Fahrt ist die Telefonnummer 0761-4511-451 zu wählen. Die telefonische Vorbestellung sollte bis 30 Minuten vor der Abfahrtszeit erfolgen.

Die Linie 24 wird auch zukünftig, wie seit September 2016, zu den Starkverkehrszeiten zwischen der „Munzinger Straße“ und „Gundelfingen Bahnhof“ verkehren.

Nachtverkehr und Safer Traffic

Für Freiburg-Zähringen sowie auch für nördlich von Freiburg gelegene Gemeinden, die am Safer Traffic teilnehmen, ergibt sich baustellenbedingt eine relevante Änderung. Im Nachtverkehr – also in den Nächten von  Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag sowie vor ausgewählten Feiertagen – wird auf dem Zähringer Ast die Stadtbahnlinie 4 wie gewohnt im 30-Minuten-Takt verkehren. Der Takt wird jedoch 15 Minuten versetzt zu den anderen Stadtbahnlinien (ab der Haltestelle „Bertoldsbrunnen“) an der Ersatzhaltestelle ‚Siegesdenkmal‘ starten. Ziel ist es, Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmern mit Anreise aus Osten, Süden und Westen trotz der Unterbrechung in der nördlichen Kaiser-Josef-Straße einen Anschluss nach Norden zu ermöglichen. Aufgrund der veränderten Abfahrtszeit in der Innenstadt verschiebt sich die Ankunft der Linie 4 an der Endhaltestelle „Gundelfinger Straße“ sowie auch die Weiterfahrt mit den Safer Traffic Anschlusstaxen nach hinten. Die Safer Traffic Taxis mit Abfahrt ab der ‚Gundelfinger Straße‘ werden daher auf die neuen Ankunftszeiten angepasst und verkehren um 2.00 Uhr, 3.00 Uhr, 4.00 Uhr und 5.00 Uhr nach Gundelfingen und Wildtal, Heuweiler, Reute und Vörstetten.

Der Linienast „Technische Fakultät“ – „Bertoldsbrunnen“ der Linie 4 wird im Nachtverkehr mit dem Rieselfelder Ast der Linie 5 verbunden.

Umbenennung Haltestelle „Technisches Rathaus“

Die bisherige Haltestelle „Technisches Rathaus“ wird zum Fahrplanwechsel in „Rathaus im Stühlinger“ umbenannt.

Mehr Infos zur Baustelle gibt’s auf www.vag-baustelle.de. Die elektronische Fahrplanauskunft versorgt Fahrgäste mit der passenden Verbindung und bietet auch die Möglichkeit, einen Pendler-Fahrplan zu erstellen.

11 Kommentare

  1. Wieso fährt die Linie 24 nicht von 8 Bis 20:00 Ins rieselfeld Richtung Paduaallee?

  2. Gibt nichts besseres als auf der täglichen Pendelstrecke ne Unterbrechung zu haben. Ich meine, ich hab ja nichts gegen den Ausbau der Infrastruktur, aber hätte man das nicht eingleisig regeln können? Oder kann die 5 nicht einfach rund um die Uhr vom Hbf nach Zähringen fahren?
    Wenigstens ist es überschaubar nur das komplette Jahr 2017. Bekomme ich eine Gutschrift über mein Abo?

    • Hallo Ralf, bei der Planung solcher Bauarbeiten werden viele Szenarien in Erwägung gezogen – eine eingleisige Regelung ist an dieser Stelle nicht möglich.
      Alternativ zur Linie 5 kann bei der Verbindung zwischen Freiburg Hbf und Zähringen bzw. Gundelfingen auch die BSB genutzt werden.
      Auswirkungen auf die Tarife des RVF hat die Baustelle nicht – diese Tarife gelten für das gesamte RVF-Gebiet. Ein Rabatt aufgrund einer Baustelle an einer Stelle im Gebiet ist nicht möglich.
      Viele Grüße
      Susanne (VAG Blog Redaktion)

  3. Um den Wegfall der Linie 11 zwischen Munzinger Straße und Paduaallee zu kompensieren wäre eine Ausweitung der Linie 24 vormittags und abends wichtig. Dabei sollte auch die Linie 10 angepasst werden, im Industriegebiet Nord fahren beide Linien aufgrund der unpassenden Takte (20 und 30-Min-Takt) zum Teil hintereinander her.

    • Michael Ummels

      Sehe ich genauso. Gewinnen würde die Linie auch wenn sie immer in beiden Richtungen übers Rieselfeld fahren würde. Außerdem fehlt eine Haltestelle bei IKEA. Zur Zeit benötigt man vom Rieselfeld zu IKEA mit 3x (!) Umsteigen im günstigsten Fall 31 Minuten, mit der Linie 24 wäre eine Fahrt ohne Umsteigen in 11-12 Minuten möglich.

  4. Eine eingleisige Führung käme einer Quasiverhinderung des Abbruchs der Unterführung am Siegesdenkmal gleich. Beim Abbruch würden die Maschinen und Werkzeuge Passagieren und den Fahrzeugen zu nahe kommen. Außerdem entsteht beim Abbruch ein gewaltiges Loch: Zuerst die Decke und die Seitenwände 1,60 Meter herunterbrechen. Dann den Fußboden mehrfach durchbrechen, das Ganze anschließend verfüllen, Rohre und Kabel durchfahren und den Grund bis zum Unterbau für Straße und Schienenbett wieder aufbauen. So läuft das. Etwas Ähnliches konnte man 2015 an der Eisenbahnstraße/Rathausgasse beobachten. Hier wurde die Unterführung in der beschriebenen Weise entfernt. Also ist kein Straßenbahnbetrieb möglich. Jetzt kann man die Sache selbst beobachten, dann sieht und weiß man es auch.

  5. Wäre es nicht sinnvoller gewesen (wie damals bei der Neugestaltung der Habsburger Str.), die Linie 5 bis Zähringen weiterzuführen, damit Fahrgäste aus dem Norden umsteigefrei zum Bahnhof und in die Innenstadt gelangen können (damals war hierfür das Argument, dass dies die Fahrzeit nur um wenige Minuten erhöhe)?

    Für die Fahrgäste aus Herdern hätte man die Linie 27 auch wieder (wie damals) näher an die Innenstadt heranführen können. Die nördliche KaJo ist zwar gesperrt, aber der Bus hätte beispielsweise am Fahnenbergplatz Richtung Colombi abbiegen können und dann via Eisenbahnstr. zum Bahnhof fahren können.

    Die jetzt eingeführte Lösung scheint doch am Nadelöhr Siegesdenkmal (inklusive Rush zum Umstieg in die 27) eher umständlich.

    Und eine letzte Bitte: wenn die 27 nur im Viertelstundentakt fährt, dann ist es umso wichtiger, dass die Busse nicht, wie im vergangenen Jahr immer häufiger, 2 bis 3 (manchmal auch 4, 5) Minuten zu früh abfahren. Es ist nämlich extrem ärgerlich, pünktlich an der Haltestelle zu sein und dann 15 Minuten auf den nächsten Bus warten zu müssen. Vor allem, wenn man eigentlich zum Zug wollte.

    • Susanne (VAG Blog Redaktion)

      Hallo Zipp,
      unsere Fahrplanabteilung hat ganz schön getüftelt, damit es auch während dieser Baustelle gute Anschlüsse für den Fahrgast gibt. Dabei gibt’s immer viele Szenarien, aber manche Straßen werden nicht als geeignet für den Busverkehr eingeschätzt. Zu den Stoßzeiten fährt die Linie 5 ja tatsächlich von der Gundelfinger Straße. Ansonsten muss umgestiegen werden oder die Breisgau-S-Bahn genutzt werden.
      Der Takt der 27 wurde übrigens extra verdichtet. Wenn es zu verfrühten Abfahrten kommt: Bitte unbedingt Bescheid geben (mit Datum, Uhrzeit und Linie), dann kann mit dem Fahrpersonal gezielt gesprochen werden.
      Viele Grüße

  6. Bettina Haller

    „Zwischen Bertoldsbrunnen und der Ersatzstraßenbahnhaltestelle „Siegesdenkmal“ ist es leider nicht möglich, einen Schienenersatzverkehr einzurichten. Daher muss dieser Weg zu Fuß zurückgelegt werden. Fahrgästen, die aus Richtung Zähringen zum Hauptbahnhof fahren möchten, empfehlen wir die Nutzung der Linie 5 ab der Haltestelle „Hornusstraße“.“

    Das ist für ältere Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind oder generell Menschen mit Gehbehinderung eine ziemlich große Belastung, da es eine relativ weite Strecke zu Fuß ist. Das haben Sie nicht gut gelöst dieses Mal.

    • Susanne (VAG Blog Redaktion)

      Hallo Bettina,
      wir wissen, dass dieser Fußweg unbequem und für manche Menschen schwierig ist. Aber wie bereits beschrieben: Es geht leider nicht anders und wir müssen um Verständnis bitten. Die Sanierungen sind nötig und es ist kein Platz für einen Ersatzverkehr an der Baustelle vorbei. Wir empfehlen (wie bereits beschrieben) die Nutzung der Linie 5 oder auch der Breisgau-S-Bahn falls es zum Freiburger Hauptbahnhof gehen soll. Viele Grüße

  7. Falls jemand partout zu Fuß, durch was auch immer, momentan mit den neuen Streckenführungen nicht zu Streich kommt, kann sich im ärgsten Notfall mit dem Taxi befördern lassen. Der Behinderungsgrad, der im Zweifelsfall durch einen entsprechenden Ausweis belegt ist und eine vom Arzt oder einer Behörde ausgestellte Verordnung kann da weiterhelfen. Das geht wenigstens so lange, bis die Baustelle durch ist. Wenn danach die Bahnen wieder fahren, fallen diese Probleme ganz oder teilweise weg. Zumindest kommt es aber zu einer Verbesserung: Musste man früher von der alten Haltestelle im Ei über mehrere Ampeln, so ist man bei der neuen Haltestelle mitten in der Fußgängerzone. Zudem ist die Haltestellenkante zwölf Zentimeter hoch und den Rest überwindet die Platte, die der/die Fahrer/in auslegt. Schauen Sie alle im Dezember vorbei. Dann ist das Ergebnis sichtbar. Etwaige Kinderkrankheiten werden dann auch noch behoben. In diesem Sinne: Gute Fahrt.

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