Was ist ein Ferienfahrplan?

Wegen der Verlängerung des bundesweiten Lockdowns fahren wir seit dem 11. Januar weiterhin nach Ferienfahrplan. Doch was heißt Ferienfahrplan genau? Sind nun weniger Stadtbahnen und Busse unterwegs? Ist der bestehende Fahrplan ausgedünnt?

Im Folgenden geben wir Antworten auf eure Fragen.

Was ist ein Ferienfahrplan?

Der Ferienfahrplan ist unser sogenannter Grundfahrplan. Dieser Fahrplan deckt den „normalen“ Bedarf an Stadtbahn – und Busfahrten ab. Das bedeutet: Unsere Bahnen und Busse fahren im gewohnten engen Takt.

Wie unterscheidet sich der Ferienfahrplan von einem „normalen“ Fahrplan?

Der „normale“ Fahrplan wird auch Schulfahrplan genannt. Der Schulfahrplan bietet, wie der Name schon sagt, zusätzliche Fahrten für Schülerinnen und Schüler an. Das sind sogenannte Verstärkerfahrten, die natürlich auch von jedem anderen Fahrgast genutzt werden können. Diese fahren, wenn normaler Schulbetrieb ist, Montag bis Freitag vor allem zwischen 7 Uhr und 8 Uhr, 12 Uhr und 14 Uhr und nochmals zwischen 15 Uhr und 16 Uhr. Im Durchschnitt sind das rund 25 Busfahrten.

Im Ferienfahrplan fahren unsere Busse und Bahnen im gewohnten engen Takt. Nur die Verstärkerfahrten mit Bussen im Schülerverkehr entfallen.

Zusätzlich bieten wir Direktverbindungen an. Eine Direktverbindung im Schülerverkehr lässt sich an einem konkreten Beispiel am einfachsten erklären: Die Buslinie 33 startet morgens in Munzingen und fährt über Tiengen nach Opfingen. Von dort fährt der gleiche Bus als Linie 32 über Waltershofen und Umkirch zur Paduaallee. Dort wird der Bus zur Linie 10 und fährt direkt weiter zu den Wentzinger Schulen. Diese Fahrt wird um kurz nach 13 Uhr in umgekehrter Richtung wiederholt. Der Vorteil für die Schulkinder ist, dass sie nicht umsteigen müssen und eine Direktverbindung zu ihrer Schule haben.

Fahrten in ähnlicher Form gibt es auch von anderen Gemeinden, wie z.B. von Gundelfingen aus, zu Schulen in Freiburg.

Fahren die Stadtbahnen im Ferienfahrplan anders als gewohnt?

Nein. Im Ferienfahrplan (also bei unserem Grundangebot) fahren die Stadtbahnen unverändert. Wir bieten wie gewohnt eine morgendliche Taktverdichtung auf den Linien 1, 3, 4 und 5 an, um zu Stoßzeiten ein maximales Angebot an Fahrzeugen im Einsatz zu haben.

Im Durchschnitt bieten wir pro Tag 1.200 Stadtbahnfahrten und rund 2000 Busfahrten an. Im Ferienfahrplan entfallen die beschrieben 25 Verstärkerfahrten im Schülerverkehr.

Wie sind die Fahrgastzahlen momentan?

Eine genaue Auswertung für den Dezember liegt uns noch nicht vor – wir schätzen aber das Niveau auf 25 bis 30 Prozent der sonst in dieser Jahreszeit üblichen Fahrgastzahlen.

Das heißt, dass derzeit deutlich weniger Fahrgäste mit unseren Bussen und Bahnen unterwegs sind. Das erleichtert das Abstand halten. Auf volle Fahrzeuge während der Stoßzeiten haben wir bereits reagiert: Mit dem Einsatz größerer Fahrzeuge auf stärker frequentierten Strecken. Um volle Busse und Bahnen insbesondere am frühen Morgen zu verhindern, steht unsere gesamte verfügbare Fahrzeugflotte zum Einsatz bereit.

Wie sieht es mit der Nutzung nach 20 Uhr aus?

Wegen der Ausgangsbeschränkungen hat sich die Zahl der Fahrgäste insbesondere nach 20 Uhr reduziert. Allerdings sind aus unserer Sicht auch dann noch immer einige Fahrgäste unterwegs – insbesondere Berufspendler. Darunter zählen auch viele Beschäftigte aus Gesundheitseinrichtungen, die häufig im Schichtdienst tätig sind. Insbesondere diese Berufsgruppe ist auf den ÖPNV angewiesen, und ihr möchten wir ein verlässliches Angebot bieten.

Wie ist die Pandemie-Situation für euch als Verkehrsunternehmen?

Wir als Verkehrsunternehmen stehen während der Corona-Pandemie vor einer großen Herausforderung. Einerseits möchten wir ein verlässliches Verkehrsangebot machen, in dem soweit möglich Abstände zwischen den Fahrgästen eingehalten werden können. (Wegen der Maskenpflicht gilt hier übrigens kein Mindestabstand). Denn viele Personen sind auf den ÖPNV im Alltag angewiesen. Andererseits möchten wir natürlich Leerfahrten vermeiden, weil wir auch die wirtschaftlichen Ausfälle während der Pandemie so weit wie möglich minimieren möchten.

 

 

 

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