Ohne Auto mobil in Freiburg: easy dank Mobilstationen!

Uhr 18. Juli 2025 - 13:58 Uhr

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Freddy Greve

VAG Freiburg

Ohne eigenes Auto mobil in Freiburg: Dank Mobilstationen mit E-Ladestation, Carsharing, Fahrrad, Frelo & ÖPNV – nachhaltig, flexibel & umweltfreundlich unterwegs.

Dass Freiburg eine Fahrradstadt ist, hat sich längst herumgesprochen: Aktuell wird jede dritte Fahrt in der Stadt mit dem Velo zurückgelegt – Tendenz steigend. Überhaupt wächst der Anteil derjenigen, die sich für Mobilität ohne eigenes Auto entscheiden. Und auch die Zahl der Mobilstationen wächst: Hier werden multimodale Mobilitätsangebote gebündelt, um den Umstieg auf alternative Verkehrsmittel und das Unterwegssein ohne eigenes Auto zu erleichtern.

Was sind Mobilstationen?

„Mobilstation“ – was leicht beweglich und fest verankert zugleich klingt, ist so etwas wie das Kraftpaket für den Verkehr in der Stadt und ins Umland. „Eine Mobilstation ist ein Ort, an dem drei oder mehr Mobilitätsangebote zusammenkommen“, erklärt Maria Scheller vom Mobilitätsmanagement der VAG. Dabei darf höchstens eins der Angebote dem motorisierten Individualverkehr zugeordnet sein.

Solche Mobilstationen gibt es in Freiburg bereits – mehr als 50 Stück! In den allermeisten Fällen gehört dazu eine Bus- oder Straßenbahnhaltestelle. Im Rahmen des Projekts „Mobilstationen“ werden diese Umstiegsorte systematisch angeschaut: Wo es möglich und sinnvoll ist, werden Angebote ergänzt – oder die Sichtbarkeit bestehender Angebote wird durch eine Beschilderung verbessert. Und dazu entstehen neue Mobilstationen an den Orten, an denen es bisher weniger als drei Mobilitätsangebote gab.

Schon jetzt bietet Freiburg viele multimodale Mobilitätsangebote: von der Frelo-Station hin zu E-Rollern, von Fahrradboxen bis hin zu Park-and-Ride-Plätzen, E-Ladesäulen oder Car-Sharing-Flächen. „Das große Ziel ist einfach, dass man in Freiburg ohne Auto in Privatbesitz mobil sein kann“, formuliert Luisa Stenmans vom Mobilitätsmanagement den Grundgedanken des Projekts. „Und dafür schaffen wir die Umstiegspunkte, so dass man zum Beispiel mit dem Frelo zur Bushaltestelle fahren kann oder neben der Car-Sharing-Station Abstellflächen für das private Fahrrad findet.“

Neue Mobilstation in Ebnet

In Ebnet wurde vor kurzem eine neu geschaffene Mobilstation eröffnet – dadurch wurde das Projekt Mobilstationen erstmals im öffentlichen Raum sichtbar. Mit der Installation von E-Ladesäulen und Car-Sharing-Plätzen am Hirschenhofweg in Ebnet werden die bisher vorhandene Bushaltestelle und die Frelo-Sstation zur Mobilstation mit vier Optionen. Ganz im Sinne der Multimodalität – der Umstieg vom Bus aufs Frelo ist ebenso möglich wie die schnelle Ladung des umweltfreundlichen E-Autos oder die Weiterfahrt per Car-Sharing. Und das Ganze wurde so beschildert, dass alle Angebote problemlos erkennbar sind.

Warum Mobilstationen?

„Die Mobilstationen sind ein tolles Projekt, das die Umstiegsbeziehungen sichtbar macht und das Angebot erweitert – ein klarer Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden“, so schätzt Luisa Stenmans die Bedeutung des Konzepts für die Fahrgäste ein. Gemeinsam mit zwei Kolleg*innen vom Garten- und Tiefbauamt arbeiten sie und Maria Scheller daran, Multimodalität und Umstiegsbeziehungen in Freiburg immer weiter zu verbessern und auszubauen. Dabei läuft der Prozess von der Idee bis zur Umsetzung dank der engen Kooperation zwischen VAG und Stadt und guten Kontakten zu externen Partnern wie Carsharing- oder Stromanbietern problemlos: „Wir haben ein echt cooles Team und tauschen uns pragmatisch und ergebnisorientiert aus“, sagt Luisa Stenmans. „Wir schauen, wer was kann – und dann setzen wir es gleich um.“

Ideen zur Ergänzung bestehender Haltestellen und zur Erweiterung multimodaler Angebote gibt es reichlich. Und neben allen Überlegungen zu Umstiegsmöglichkeiten wird dabei auch die Verbesserung der Aufenthaltsqualität für die Fahrgäste einbezogen: „Beschattung, Sitzgelegenheiten, Wasserspender – all solche Komponenten denken wir immer mit“, formuliert es Maria Scheller. Und Luisa Stenmans ergänzt: „Es gibt einen quasi never ending Pool an Ideen, was man alles noch machen könnte.“ – Fortsetzung folgt!

Luisa Stenmans und Maria Scheller sind Teil des Teams Mobilitätsmanagement bei der VAG. Beide sind begeisterte Fahrradnutzerinnen und freuen sich besonders auf die neuen Sammelschließanlagen, die im Rahmen des Mobilstationen-Projekts im Herbst unter anderem an den Haltestellen Munzinger Straße, Bissierstraße, Paduaallee eröffnet werden.

Text: Anette Hoch

Fotos: Michael Spiegelhalter


Kommentare:

348

Lauck
19.07.2025 um 11:02 Uhr

Munzinger zweimal? Gundelfinger Straße?

VAG Freiburg
05.09.2025 um 11:56 Uhr

Danke für den Hinweis. Ist angepasst.

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