23. Sep. 2025 - 13:09 Uhr
Was macht ein Bus eigentlich im Ruhestand? Woher kommt der Strom? Und wer hat sich den Sound für Busse ausgedacht? Wir haben Fakten gesammelt, die ihr vielleicht noch nicht kanntet.
E-Busse sind leise. So leise, dass das Fahren ohne zusätzlichen Sound illegal wäre. Deswegen regelt eine EU-Norm, wie laut E-Busse im Straßenverkehr mindestens sein müssen – für die Sicherheit. Der Sound von E-Bussen wird künstlich konstruiert.
Wie genau ein E-Bus klingen muss, ist jedoch nicht genau vorgeschrieben. Vielmehr steckt eine richtige Architektur dahinter: das Sounddesign. So gut wie jeder Bushersteller hat einen eigenen Sound. Der Verband deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) wollte, dass alle E-Busse in Deutschland gleich klingen und hat deshalb einen Studierendenwettbewerb ins Leben gerufen. Der gekürte Sound soll für die akustische Identität des E-Busses stehen. Hier könnt ihr ihn anhören.
Übrigens: Weil es den VDV-Sound noch nicht gab, als die ersten E-Busse zu uns kamen, klingen unsere E-Busse unterschiedlich. Hört ihr den Unterschied?

Als in Freiburg der erste motorisierte Bus durch die Stadt fuhr, blickte man anderswo bereits auf 30 Jahre Busgeschichte zurück. Am 18. März 1895 ging es mit fünf PS von Siegen über Netphen nach Deutz (Nordrhein-Westfalen). Weltpremiere! Eins der größten Probleme damals war, genug Benzin für die 15 Kilometer lange fahrt aufzutreiben. Ein paar Monate später war allerdings schon wieder Schluss: Die winterlichen Herausforderungen waren zu hoch, die Fahrt lohnte sich auch finanziell nicht.
Einige Busse fahren bei uns mehr als eine Million Kilometer im Linienbetrieb. Wenn sie bei uns ausgemustert werden, bedeutet das nicht zwingend Schrottplatz. Viele Busse führen ein langes Leben im Ruhestand. Wie etwa unser O963. Der Mercedes wurde am 28. November 1998 zugelassen und blieb bis zum 19. Februar 2013 in unserem Dienst. Danach ging es für ihn mit einer kurzen Zwischenstation bei der SBG nach Gießen, wo er bis 2019 noch als Schulbus unterwegs war.
Und heute? Inzwischen ist er in Polen als Museumsbus in der Stadt und Region Łódź unterwegs. Dort fährt er regelmäßig auf den Oldtimerlinien.

Seit 2020 sind die ersten E-Busse in Freiburg im Linienbetrieb im Einsatz. Fast wären schon knapp 80 Jahre früher E-Busse eingeführt worden: In den 1940er Jahren wollte Freiburg in den Stadtteilen Haslach und St. Georgen auf elektrische Oberleitungsbusse umsteigen – also sogenannte Trolleybusse mit Strom aus der Leitung. Bei einem Luftangriff wurden die bereits bestellten Busse allerdings zerstört. Nach dem Krieg wurde die Idee nicht weiter verfolgt – man setzte auf Dieselmotoren.
Auf dem Betriebshof in der Besanconallee werden in den nächsten Jahren die bestehenden PV-Anlagen Schritt für Schritt durch moderne, hocheffiziente Anlagen ersetzt und erweitert. Ziel: Bis 2031 sollen so etwa 70 Prozent des Strombedarfs der E-Busse der VAG – rund vier Gigawattstunden pro Jahr – vor Ort produziert werden.

Wer an den Freiburger ÖPNV denkt, hat schnell die alten und neuen Straßenbahnen im Kopf. Dabei ist das Bus-Liniennetz der VAG rund vier Mal so groß wie das Netz der Trams. Das Straßenbahnnetz umfasst etwa 40 Kilometer. Das Busnetz rund 170 Kilometer.
Vor 100 Jahren fuhr der erste Bus durch Freiburg, vor 130 Jahren der erste Bus weltweit. Das Wort Omnibus hingegen ist bereits 200 Jahre alt. 1825 sah der Fuhrwagenbesitzer Stanislas Baudry in Nantes ein Geschäft mit dem Werbespruch „Omnès omnibus“ – „für alle“. Die Idee gefiel ihm so gut, dass er seine neuen mehrsitzigen Pferdewagen, in die jeder einsteigen durfte, einfach „Omnibus“ nannte. Heute wird der Begriff Bus oder Omnibus nur noch für motorisierte Fahrzeuge verwendet.
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