29. Apr. 2026 - 16:49 Uhr
Gute Nachrichten für die Linie 37: Eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts zeigt, dass unser Schnellbus gut ankommt – und sogar einen zusätzlichen Beitrag zum Klimaschutz leistet.
Eine aktuelle Studie des Fraunhofer Instituts ISI hat unter anderem die Schnellbuslinie 37, die seit Dezember 2022 die Tuniberg-Gemeinden Munzingen und Tiengen mit Freiburg Hauptbahnhof verbindet, analysiert.
Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) untersuchte den Tuniberg-Turbo im Auftrag des Landes Baden-Württemberg. Die Forschenden haben sich angeschaut, wie sich neue Verkehrsmaßnahmen auf das Klima auswirken. Für die Schnellbuslinie wurde konkret der Zeitraum von 2022 bis 2024 betrachtet. Dafür wurden Fahrgastzahlen ausgewertet und Fahrgäste direkt befragt. So konnte untersucht werden, wie sich das Mobilitätsverhalten verändert hat.

Die Ergebnisse zeigen: Die Schnellbuslinie wird intensiv genutzt. Befragte Fahrgäste sind mit der Linie im Schnitt 3,5-mal pro Woche unterwegs, ein großer Teil (89 Prozent) sogar regelmäßig. Die meisten unserer Gäste nutzen den Schnellbus aufgrund der Bequemlichkeit. Zudem: Rund ein Drittel der Fahrgäste würde ohne die Linie 37 mit dem Auto fahren. Das zeigt: Der Schnellbus bringt Menschen wirklich in den ÖPNV.
Genau hier liegt der Effekt: Durch die Verlagerung vom Auto auf den Bus werden CO₂-Emissionen vermieden. Für das Jahr 2023 weist die Studie eine Einsparung von rund 54 Tonnen CO₂ aus. Heute dürfte diese Zahl um einiges höher sein: Denn inzwischen fahren auf der Linie 37 mehr und mehr Elektrobusse und nicht wie im Zeitraum der Untersuchung ausschließlich Verbrenner.
Kürzere Reisezeiten, weniger Umstiege und eine direkte Verbindung sind die entscheidenden Faktoren, um auf den Bus umzusteigen. Diese Verbesserungen machen den Bus attraktiver.
Ein weiterer Punkt: Die Linie richtet sich gezielt an Pendlerinnen und Pendler. Sie fährt zu den Hauptverkehrszeiten und verbindet die beiden Tuniberg-Gemeinden direkt mit dem Hauptbahnhof.

Die Linie 37 wurde im Dezember 2022 eingeführt – zuerst als Pilotlinie. Die Nachfrage ist seitdem kontinuierlich gewachsen. Zum Fahrplanwechsel 2025/26 wurde eine zusätzliche Fahrt in den frühen Morgenstunden eingeführt. 2027 geht die Linie in den regulären Betrieb über.
Auch die Fahrgastzahlen sind seit Start gestiegen. 2024 gab es bereits 8,8 Prozent mehr EIn- und Ausstiege als im ersten Jahr 2023; 2025 folgte ein weiterer Anstieg um 26,9 Prozent. Im Januar 2026 fuhren rund 15.000 Fahrgäste mit. Diese Entwicklung gehört zu den stärksten Zuwächsen im Freiburger Liniennetz.
Die Studie bildet diese Dynamik nur teilweise ab. Der Untersuchungszeitraum reicht von 2022 bis 2024 sowie bis Januar 2025. Die deutlichen Zuwächse im Gesamtjahr 2025 sind daher noch nicht berücksichtigt.
Mehr zur Schnellbuslinie 37 könnt ihr hier lesen.
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