#KeinBalkonien – Woche 1

#KeinBalkonien – Zuhause bleiben und trotzdem etwas erleben! Entdecke deine Heimat mal von anderen Seiten und genieße die Sommerwochen. Hier sieben Tipps für die erste Ferienwoche:

Tipp 1: Vom Schuttberg zum Aussichtspunkt

Ein Haufen Müll, der direkt vor den Haustüren der Menschen im Westen Freiburgs die Luft verpestet? Klingt nicht gerade nach einem idealen Ausflugsziel für den Sommer… ist es aber, zumindest heute!

Vor 50 Jahren sah die Sache noch ganz anders aus: der sogenannte „Monte Scherbelino“ sorgte regelmäßig für Ärger bei Anwohner*innen des Freiburger Westens. Heute – nach erfolgreicher Renaturierung – belohnt der „Monte Scherbelino“ Ausflügler mit einer besonderen Ruhe und Weitsicht, ganz ohne Geruchsbelästigung. Von hier oben könnt ihr den Blick schweifen und den Gedanken freien Lauf lassen. Wir meinen fast, Reinhard Mey „Über den Wolken“ singen zu hören. Wie passend, dass sich direkt unter uns tatsächlich Startbahnen erstrecken und glänzende Privatflugzeuge der Sonne entgegen schweben. Wer später am Abend den Müllberg besteigt, hört dort oben nur noch das Zirpen der Grillen und kann mit etwas Glück sogar Rebhühner, Fuchs und Reh beobachten – und das mitten im Herzen Freiburgs!

Klingt nach einem tollen Ort, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Wie komme ich dahin?

Klingt nach einem tollen Ort, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Wie komme ich dahin?

Haltestelle: Hofackerstraße

Linien: Buslinien 10 & 36

Wegbeschreibung:

  • Auf Elsässerstraße nach Südosten, Richtung „Libellenweg“
  • Links abbiegen auf „Im Wolfswinkel“
  • Bahntrasse überqueren und dem Waldweg immer geradeaus folgen
  • Bänkchen suchen, Aussicht genießen!

Tipp 2: Abkühlung mit Instagram-Effekt

Alle deine Freunde posten ständig Fotos vom Strand, während auf deinem Instagram-Profil mal wieder gähnende Leere herrscht? Wir haben da den perfekten Tipp für deine nächste Story, inklusive natürlichem Boomerang-Effekt!

Wir geben zu, die Dreisam-Schaukel an, bzw. unter dem Mariensteg ist nicht unbedingt der geheimste Geheimtipp Freiburgs, aber für uns auf jeden Fall ein Sommer-Must! Nirgendwo sonst kann man so lässig abhängen und dabei noch die Füße ins kühlende Nass strecken.

Wir finden: Die schönste Schaukel Deutschlands muss einfach genutzt werden – falls ihr den Spaß auf Instagram festhalten möchtet, liefern wir hier die beliebtesten und passendsten Hashtags frei Haus: #dreisamschaukel #picoftheday #instasummer #summerlovin #summertime #instainspo #summerlove #outdooradventures #getoutside #exploremore #dayslikethese #worldcaptures #takemethere #seemycity #beautifuldestinations #citybestviews #freiburg #whatthefreiburg

Nur bloß nicht das Handy fallen lassen!

Klingt nach Spaß und Abkühlung – und das zu 100% instagrammable. Wie komme ich dahin?

Klingt nach Spaß und Abkühlung – und das zu 100% instagrammable. Wie komme ich dahin?

Haltestelle: Schwabentorbrücke

Linie: Stadtbahnlinie 1

Wegbeschreibung:

  • Greiffeneggring überqueren
  • Schillerstraße bis Uhlandstraße flussabwärts gehen
  • Bei Uhlandstraße rechts auf Mariensteg abbiegen
  • Bikini / Badehose anziehen und losschaukeln!

Tipp 3: Der märchenhafte Rehbrunnen

Mit vor Stolz geschwollener Brust steht der junge Rehbock auf seiner von Wasser umgebenen Erhöhung und blickt in die Ferne. Über ihm wölbt sich ein schützendes Geäst aus Ranken und Dornen.

Die Merzhausener werden schon ahnen, von welchem verwunschenen Ort hier die Rede ist: der Rehbrunnen Ludwig Kubaneks ist unser Tipp des Tages. Dieser magische Ort ist nicht nur eine wunderbare Erholungsoase, sondern birgt auch eine besondere Geschichte: 1912 erschuf der Freiburger Künstler Ludwig Kubanek den bronzenen Rehbock für einen Brunnen von Brenzinger & Cie. Doch schon kurz darauf, im Jahr 1923 wurde der Rehbock gestohlen und zersägt, weshalb Kubanek im August 1924 einen zweiten Bock fertigte. Dieser fiel jedoch der 1942 befohlenen Metallspende zum Opfer und wurde erst nach dem zweiten Weltkrieg noch einmal neu gegossen.

Deshalb heißt es für uns: Nichts wie hin, bevor der Rehbock noch einmal geklaut wird!

Klingt nach einem wahrhaft märchenhaften Ort. Wie komme ich dahin?

Klingt nach einem wahrhaft märchenhaften Ort. Wie komme ich dahin?

Haltestelle: Paula-Modersohn-Platz

Linie: Stadtbahnlinie 3

Wegbeschreibung:

  • Auf Merzhauserstraße nach Süden in Richtung Louise-Otto-Peters-Straße
  • Im Kreisverkehr auf Alte Straße abbiegen
  • Bei Rittweg links abbiegen
  • Links abbiegen auf Becherwaldstraße
  • Rechts abbiegen auf Spemannplatz und dem Straßenverlauf rechts in den Wald folgen
  • Kamera auspacken und schnell den Rehbock ablichten, bevor er wieder wegläuft

Tipp 4: Daddeln, zocken und knobeln…

Auch wenn man es kaum glauben mag, selbst in Freiburg gibt es Sommertage, die ihren Namen nicht verdienen. Doch auch wenn die Wolken grau über der Stadt hängen, ist das noch lange kein Grund für Summertime Sadness – schaut doch stattdessen lieber in Baden-Württembergs einzigem Spielecafé vorbei.

Das „FreiSpiel“ ist einerseits Fachgeschäft für Brett-, Karten-, Kinder-, Rollen- und Miniaturenspiele, aber auch Café. Wer dort rein schaut hat die Wahl zwischen 1000 offenen Spielen, wobei derzeit das Partyspiel „Kampf gegen das Spiessertum“ vor allem bei jungen Leuten besonders beliebt sei, so Thomas Krohn von FreiSpiel. Wer jedoch für einen längeren Zeitraum vor dem Regen flüchten möchte, sollte beispielsweise zum Brettspiel „Diplomacy“ greifen. Das Spiel, welches die europäischen Machtverhältnisse vor dem Ersten Weltkrieg simuliert, kann über mehrere Stunden andauern.

Das Spielecafé FreiSpiel ist Mo-Do von 13-23 Uhr und Fr-Sa von 13-24 Uhr geöffnet.

Klingt nach einem tollen Ort, um es sich an einem Regentag gemütlich zu machen. Wie komme ich dahin?

Klingt nach einem tollen Ort, um es sich an einem Regentag gemütlich zu machen. Wie komme ich dahin?

Haltestelle: Hauptbahnhof

Linien: Stadtbahnlinien 1 & 3 & 4 & 5

Wegbeschreibung:

  • Stadtbahnbrücke über Gleis 1 verlassen
  • Auf Bismarckallee bis zum „Burger King“ gehen
  • Links abbiegen und Unterführung nehmen
  • Lehener Straße bis Hausnummer 15 entlang gehen
  • Spiel aussuchen und loszocken!

Tipp 5: Schattenplatz trifft Abkühlung

Wem es am großen Opfinger See besonders in den Sommermonaten zu turbulent zugeht, sollte dessen kleinen Bruder besuchen: den kleinen Opfinger See, auch Ochsenmoos genannt.

Warum sich ein Abstecher auf die südwestliche Seite der A5 lohnt? „Der Kleine“ hat immer ein lauschiges Plätzchen unter Bäumen zu bieten – perfekt für alle, die nach 30 Minuten in der Sonne nicht mehr von einem Krebs zu unterscheiden sind und deshalb einen Schattenplatz bevorzugen.

Während am großen Opfinger der Partyfaktor hoch ist und vor allem über die Südwiese immer wieder die Bässe wummern, ist „der Kleine“ besonders bei Familien und Anglern beliebt. Nicht selten ist die Luft so von Grillgeruch erfüllt, dass uns schon von weitem das Wasser im Mund zusammenläuft. Deshalb: unbedingt Grill mitnehmen, damit du nicht neidisch auf den des Nachbarn schielen musst.

Klingt nach einem schönen Plätzchen, um der schwitzenden Stadt zu entkommen. Wie komme ich dahin?

Klingt nach einem schönen Plätzchen, um der schwitzenden Stadt zu entkommen. Wie komme ich dahin?

Haltestelle: Opfingen Kleingärten

Linien: Buslinie 32

Wegbeschreibung:

  • Auf Freiburger Straße nach Osten
  • Nach 40 Metern rechts in den Wald abbiegen
  • Schon da! Jetzt muss nur noch der Grill aufgebaut werden.

Tipp 6: Wo Sport im Sommer kein Mord ist

Kam der Sommer dieses Jahr wieder so überraschend, dass du noch immer Winterspeck mit dir rumträgst? Dann nichts wie los zum Trimmdichpfad im Sternwald!

Klar, du könntest auch in ein überhitztes Fitnessstudio gehen und dort verbissen deine Klimmzüge absolvieren… Im kühlenden Schatten der Nadelbäume und auf weichem Waldboden joggt es sich jedoch so viel leichter. Immer wieder findest du außerdem unterwegs Sportgeräte mit hilfreichen Anleitungen, um deinen Sixpack sommerreif zu machen. Wir versprechen: Hier werden selbst Sportmuffel zu Fitnessfans.

Für alle, die es etwas ruhiger angehen lassen wollen (oder müssen) bietet der Sternwald viele kleine Wanderwege, die zum Spazierengehen einladen. Zur Abkühlung für mehr oder weniger Sportliche dient der nahe gelegene Stephanienbrunnen.

Übrigens, wusstest du schon, dass der Sternwald seinen Namen vom Gasthaus „zum Sternen“ erhielt, das einst am Wiehrebahnhof stand?

Klingt nach einem guten Ort, um endlich den Winterspeck loszuwerden. Wie komme ich dahin?

Klingt nach einem guten Ort, um endlich den Winterspeck loszuwerden. Wie komme ich dahin?

Haltestelle: Maria-Hilf-Kirche

Linien: Stadtbahnlinie 1

Wegbeschreibung:

  • Auf Schwarzwaldstraße nach Westen Richtung B31
  • Links abbiegen auf Bürgerwehrstraße
  • Weiter geradeaus auf Waldseestraße
  • Nach rechts in den Wald abbiegen
  • Laufschuhe schnüren und loslegen

Tipp 7: Schwimmbad im Fluss

Natürlich darf die Dreisam bei unseren 44 Orten, die du gesehen haben musst, bevor der Sommer vorbei ist, auf keinen Fall fehlen. Doch wo planscht es sich am besten?

Unserer Meinung nach sind die viereckigen Becken auf Höhe des Sandfangwegs ein echtes Highlight. Wo sonst gibt es schon mehrere quadratische Schwimmbecken mitten im Fluss? Die Dreisam ist an dieser Stelle absolut ideal für Kinder und auch Erwachsene können sich hier gemütlich zur Abkühlung in den Fluss legen, ohne davonzutreiben – Chillfaktor 1000!

Besonders schön sind die Becken außerdem aus der Vogelperspektive. Für alle, die mit Drohnen umgehen können eine echte Foto-Attraktion! Damit das auch weiterhin so bleibt, heißt es natürlich für alle: Bitte den Müll wieder mitnehmen!

Klingt nach ultimativem Badespaß. Wie komme ich dahin?

Klingt nach ultimativem Badespaß. Wie komme ich dahin?

Haltestelle: Emil-Gött-Straße

Linien: Stadtbahnlinie 1

Wegbeschreibung:

  • Auf Sandfangweg nach Norden Richtung Fritz-Horch-Weg
  • Links abbiegen auf Fritz-Horch-Weg
  • Handtuch ausbreiten und in ab ins kühle Nass!

Fahrscheine nicht vergessen. Hier findest du alle Fahrscheine. Die REGIO24 für 5 Personen eignet sich super für einen Tagesausflug in der Gruppe – gibt’s auch als MobilTicket.

2 Kommentare

  1. Die Haltestelle “Sandfangweg” wird im Liniennetzplan gar nicht angezeigt.
    Den Namen der Haltestelle habe ich bisher auch nur bei der Taxilinie 17 gesehen, z.B am Fahnenbergplatz als Ziel.
    Was hat es damit auf sich?

    • Hallo Timo,
      danke fürs aufmerksame Lesen – da hat sich eine falsche Haltestelle eingeschlichen. Ich habe den Artikel korrigiert.
      Viele Grüße Susanne von der VAG Blog Redaktion

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