Schwungradspeicher: Kleiner Raum, viel Power

Am 5. März ist internationaler Tag des Energiesparens – deswegen möchten wir Euch einen kleinen, oft noch unbekannten Star im VAG-Netz vorstellen: Den Schwungradspeicher.

Die Freiburger Stadtbahnfahrzeuge haben eine interessante Technologie: beim Bremsen gewonnene elektrische Energie wird wieder zurück in das Stromnetz der Straßenbahn gespeist. Fährt eine andere Bahn in der Nähe vorbei, kann diese den Strom aufnehmen.
Die rückgespeiste Bremsenergie geht jedoch verloren, wenn keine andere Bahn in der Umgebung ist. Dies ist besonders häufig  an Endhaltestellen oder auf weniger befahrenen Strecken der Fall.

Ein Blick nach Landwasser: Der Schwungradspeicher

Und da kommt jetzt dieses Häuschen an der Wendeschleife Moosweiher in Landwasser ins Spiel: Darin befindet sich ein Schwungradspeicher. Ein mühlsteinartiges Schwungrad, das einen Durchmesser von einem Meter aufweist und 1,9 Tonnen Gewicht auf die Waage bringt, wird durch überschüssigen Bremsstrom in eine Rotationsbewegung versetzt. Dabei kann eine Drehzahl von bis zu 3450 Umdrehungen je Minute erreicht werden.

Auf diese Weise wird die elektrische Energie in Bewegungsenergie umgewandelt. Immer dann, wenn die Spannung in der Oberleitung aufgrund einer anfahrenden Stadtbahn sinkt, wird die im  Schwungrad gespeicherte Energie als Fahrstrom zur Verfügung gestellt.

 Strom sparen und Emissionen senken

Berechnungen haben ergeben, dass auf diese Weise pro Jahr rund 250.000 Kilowattstunden Bremsstrom gespeichert werden können. Dies hat eine wirtschaftliche und eine umweltseitige Komponente. Einerseits muss die VAG dann 250.000 Kilowattstunden  weniger an Fahrstrom erwerben, was einem Jahresenergiebedarf von etwa 65 Haushalten entspricht, und andererseits werden dadurch Emissionen von jährlich rund 145 Tonnen CO2 vermieden.

Die Installation des Schwungradspeichers ist gefördert durch den Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der badenova.

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