Stop! Augen auf! Sicherheit geht vor.

Nur bei grünem Ampellicht die Straße kreuzen – das weiß jedes Kind. Aber in Freiburg sind nicht nur Autos und Fahrräder unterwegs: Gut 33 km Schienen winden sich durch Freiburg und sind nicht überall mit Zäunen oder Ampelübergängen gesichert. Darum ist hier Eure Aufmerksamkeit gefragt!

Klar, mit guter Musik fängt der Tag gleich viel schwungvoller an und unterwegs der besten Freundin vom gestrigen Diskobesuch zu erzählen, spart auch Zeit. Und dann ist da noch Instagram, da passiert ja auch alle paar Minuten etwas und wie ist noch gerade der aktuelle Stand beim EHC-Spiel? Die Versuchung ist groß, mit gesenktem Blick und Kopfhörern durch den Alltag zu schlendern.

Ein Tag, der sich schnell ändert

So ein gewöhnlicher Weg zur Arbeit, zum Unterricht oder ins Fitnessstudio kann sich aber ganz schnell wenden – zum schlechten. Die Umwelt ausgeblendet und den Blick aufs Smartphone gerichtet kann einem das Wichtigste schon mal entgehen: die herannahende Straßenbahn, zum Beispiel. Und das kann böse enden: Unsere Fahrer und Fahrerinnen fahren natürlich vorsichtig und vorausschauend, aber wenn ein Passant oder auch Fahrradfahrer plötzlich zehn Meter weiter gelassen die Schienen kreuzt und das Klingeln der Straßenbahn nicht hört, wird es stressig! Das Fahrpersonal kann nämlich nicht ausweichen – eine Vollbremsung ist die einzige Möglichkeit.

Stop! Wie schnell hält die Bahn?

Die Vollbremsung sieht hier anders aus, als bei einem gewöhnlichen PKW. Der Bremsweg einer Straßenbahn ist drei Mal so lang wie der eines Autos. Konkret heißt das, dass eine Straßenbahn, die zu zwei Dritteln besetzt ist, bei 20 km/h Tempo erst nach 15 Metern steht. Das kann knapp werden! Deshalb: Kopf hoch!

Strassenbahn_Kopfhörer

Wer Augen und Ohren frei hat, sieht und hört auch die Straßenbahn – und ist sicherer unterwegs.

Kopf hoch! Sicherheit geht vor.

Ohren und Augen auf! Nehmt Eure Umgebung wahr! Denkt an Euch und Eure Mitmenschen. Denn auch für Fahrgäste in der Straßenbahn ist eine Vollbremsung unangenehm bzw. manchmal auch gefährlich, wenn jemand sich gerade nicht richtig festhält. Nicht zuletzt ist so eine kritische Situation auch für unser Fahrpersonal Stress pur – auch unsere Fahrer und Fahrerinnen möchten schließlich einen erfolgreichen Arbeitstag ohne Zwischenfälle haben, an dem jeder sicher an sein Ziel gebracht wird.

Eure Sicherheit ist wichtiger als ein „Gefällt mir“ auf Facebook, die E-Mail vom Chef oder das neueste YouTube-Video.

Ein Kommentar

  1. Genau die Situation hab ich neulich erst an der Endhaltestelle der Linie 1 in Landwasser beobachten können (an der Ampel auf der anderen Straßenseite wartend). Ein junger Mann hatte Kopfhörer auf und schlenderte gemütlich, auf sein Smartphone starrend, über die Gleise. Ich glaube er hatte Glück, dass der Tramfahrer schon so langsam war wegen der nahen Haltestelle. Wenn zwischen Fahrzeug und Fußgänger noch eine Handbreit Platz war, war es viel. Das Dauerklingeln der Bahn hat der Fußgänger jedenfalls nicht gehört und er zuckte sichtlich zusammen, als plötzlich die Bahn neben ihm stand. Er huschte schnell über die Gleise und schlenderte dann in aller Seelenruhe weiter (Musikhörend und auf das Handy starrend!) über die Straße. Manche werden wohl nie schlau…

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